Das Neueste im Bund Naturschutz Pegnitz

Entlang des neuen Radweges von Hainbronn nach Weidlwang wollen wir zusammen mit den Grünen bunte Blumen und Obstbäume pflanzen. Dazu gab es bereits eine Ortsbesichtigung.

Termine 2017

(bitte beachten: Für die Berlinfahrt im August möglichst bald anmelden bei Seitz & Stöhr. Sie ist unschlagbar billig mit 99 Euro, und bietet viel: Stadtrundfahrt, übernachtung und Besuch der Internationalen Gartenschau. Unsere Gisela Leinberger, eine Gartenexpertin, führt uns.)

Wanderung auf den Hainberg bei Pegnitz, mit Geo-Rangerin Ulrike Hauer, Anfang Mai (sobald viel blüht). Treffpunkt in Reisach, abends. Der Termin wird noch über die Presse bekannt gegeben.

Radtour in den Veldensteiner Forst, zu 20 Naturbesonderheiten, mit dem Radlclub, Sonntag, 21. Mai, 9.30 Uhr ab Bahnhof Pegnitz, 10 Uhr auch ab Horlach

Besuch in der Staudengärtnerei von Martina Pausch, Althaidhof, Mittwoch, 31. Mai, 18 Uhr

Wanderung mit übernachtung in einer Höhle, am 16./17./18. Juni, Info bei Th. Knauber, 09241 / 30 55, Start 18 Uhr am Freitag. Rückkehr am Sonntag früh.

Diavortrag zur Internationalen Gartenschau in Berlin von Gisela Leinberger am Donnerstag, 22. Juni, um 19.30 Uhr, in der Ratsstube.

Land-Art: Objekte in Landschaft stellen, fotografieren. Samstag, 24. Juni, 14 Uhr, unterhalb der Lochsfelsen an der Pegnitz, in den Wiesen. Dadurch sind interessante Luftaufnahmen von den Felsen herunter möglich.

Klettersteig am Höhenglücksteig, am Samstag, 1. Juli, 14 Uhr, ab Hirschbach

Filzen per Hand: ein Abendkurs mit Ulrike Hauer, Karl-Bröger-Str. 7 (bei Knaubers im Garten), Freitag, 7. Juli, 17 Uhr

Autofahrt in den Veldensteiner Forst, zu 20 Naturbesonderheiten, mit der VHS, Sonntag, 9. Juli, 9.30 Uhr, ab Hufeisen-Wildgehege. Mit Förster Harald Kannowsky. Anmelden bis 28. Juni bei der VHS unter 09241 / 72331 vormittags.

Fahrt zur Internationalen Gartenschau in Berlin, am Sa./So. 26./27. August ( = wir schließen uns an eine 99-Euro-Städtereise des Busunternehmens Seitz & Stöhr, Betzenstein, an = früh dort anmelden unter 09244 / 269). Am Samstag ist eine Stadtrundfahrt, am Sonntag der Besuch in der Gartenschau.

Höhlenbegehung in Steinamwasser, in der "Höhle ohne Namen", auch für Kinder ab 10 Jahre: Donnerstag, 31.August, 17 Uhr, Treff beim Gasthaus Zur frischen Quelle, im Ort.

Besuch im Wasserwerk Ranna, wo unterirdisch die Speicher für Nürnberg zu sehen sind, mit dem Radlclub, Montag, 2. Oktober, vermutlich 14 Uhr

Lagerfeuer für Groß und Klein, mit Kulinarischem und Meisenknödel-Basteln, bei Margarete und Arnulf, Karl-Bröger-Str. 2, am Freitag, 6. Oktober, ab 17 Uhr.

Zu den Vulkanen der Oberpfalz, Tagesausflug mit Geologe Dr. Thomas Reinl, Sonntag, 8. Oktober, um 9 Uhr, ab Wiesweiher

Hildegardkräuter und -gewürze, ein Abend mit Johanna Eisner (Kemnath), Donnerstag, 12. Oktober, 18 Uhr, Brot & Buch-Cafe Schorner, Lindenstraße

Besuch auf dem Biohof Münzinghof, geführt von Landwirt Peter Blancke, Freitag, 13. Oktober, 18 Uhr Treff am Wiesweiher, mit Autos

Filmabend mit Georg Bock, preisgekrönter Naturfilmer aus Bronn, Mittwoch, 8. November, Ratsstube, 19.30 Uhr.

Wir zu uns

Der Bund Naturschutz Pegnitz hat 75 Mitglieder. Aktiv ist aber nur ein kleiner Kreis um Thomas Knauber und Ralf Richter. Thomas Knauber wurde vor Jahren zum Vorsitz zwangsverpflichtet, weil die Gruppe zu ersterben drohte.

Er fand aber später bei einem BN-Kindernachmittag in Ralf Richter einen Vater, der aus Gefrees stammt und dort schon mit 18 Jahren stark für den BN aktiv war. Mit dem Umzug nach Pegnitz hatte er zwar eine BN-Pause. aber inzwischen leitet er begeistert die alljährliche Kröten-Sammelaktion im März und ist unser eiserner Kassier. Eisern heisst, er rückt kaum Geld heraus.

Zweiter Vorsitzender ist ganz frisch Jörg Weinreich. Er leitet die Stadtücherei in Bayreuth, hat deshalb wenig Zeit und ist trotzdem in Notfällen immer da.

Thomas Knauber war 30 Jahre lang Redakteur in Pegnitz und ist seit Neuestem in Altersteilzeit. Aber sie brachte ihm nicht den erhofften Sofa-Zustand. Er kurvt immer noch wie wild herum, um seine Jobs zu erledigen:
Beim "Gnadenhof für Tiere" und im Verein "Kinder von Nepal".

Ab und zu erscheint eine "Naturpost". Sie berichtete zuletzt von unseren Ausflügen zu den Stadtwerken in Nürnberg und zum Öko-Bauernhof von Hans Klischewsky in Hartenstein.

Kleine Notizen

Machen Sie mit bei unseren Kröten-Sammelaktionen im Frühjahr. Ralf Richter lenkt das alles: (09241) 72 46 39. Innerhalb von vier Wochen müssen Sie dann einmal in der Woche (am Morgen oder Abend) zu Krötenzäunen fahren und Kröten über die Strasse tragen, die in Fangeimer entlang eines grünen Zauns gefallen sind. Diese Zäune stehen im Veldensteiner Forst und vor Körbeldorf, bei der Autobahn. In Bronn gibt es auch einen Zaun; aber er wird gut von Marina und Maximilian betreut.

Unser Klima kippt

Sehr gut war im März das Klima-Referat von Professor Dr. Christoph Thomas (Uni Bt.) vor dem Kreis-BN.
Der Mikro-Meteorologe (Kleinklima) betonte, dass die Jahre 2014 und 2015 die wärmsten seit 1850 waren. Regenfälle kommen nicht mehr kontinuierlich, sondern schubweise. Dies stört beim Säen: die Böden sind zu oft trocken.
Allgemein steigt auch die Temperatur, insgesamt um 1 Grad. Heuer war der Januar kälter als normal und der Februar zu warm. Die Monatswerte ändern sich also. Aber übers Jahr betrachtet bleibt trotzdem noch eine Temperatur-Konstante.

Schon vor 120 Jahren warnte der Wissenschaftler Svante Arhenius (Nobelpreisträger), dass eine Verdoppelung des Kohlendioxid-Ausstoßes eine Erwärmung um 4 Grad verursacht (Treibhauseffekt). Aber wir haben auf der Erde einen natürlich verursachten Treibhaus-Effekt, der 33 Grad herstellt. Ohne ihn hätten wir minus 18 Grad. Nur der vom Menschen dazu gemachte Effekt steigert jetzt alles um 1 Grad.
Seit 1850 stieg das Kohlendioxid um 40 % an, Methan um 250 % und Lachgas um 20 %. Die beiden letzteren Gase ändern das Klima am stärksten, weil z. B. ein Molekül von Methan 30 mal effektiver ist als ein Molekül von Kohlendioxid. Das Lachgas-Molekül ist sogar 300 Mal effektiver. Das jetzt verbotene Spraydosengas war 3000 Mal wirkungsvoller.
Lachgas entsteht in Kuhmägen, d. h. besonders in der Viehzucht Südamerikas. Außerdem durch Termiten, wenn sie ihre Hügel bauen und dabei verdauen.
Das Kohlendioxid stieg in den letzten 20 Jahren beängstigend an, wie die "Kieling-Kurve" zeigt.

Seit 1880 haben wir 1,1 Grad mehr Temperatur in Deutschland; haben 19 cm mehr Meereshöhe und den höchsten Kohlendioxid-Wert seit 800 000 Jahren - außerdem Extremregen.
Bis zum Jahr 2100 dürfte das Meer um 26 bis 82 cm steigen und die Erwärmung um 0,9 bis 5,4 Grad. Zwei Drittel des kritischen Kohlendioxid-Ausstoßes haben wir schon da; nur noch ein Drittel (1000 Gigatonnen) darf kommen. "Wir wissen das und bremsen nicht."
Weiter: Oft wird es in Wirklichkeit schlimmer, als die Wissenschaft vorhersagt.

Dr. Thomas ergänzte: Die größte Unbekannte bei der Klima-Entwicklung sind die Wolken. Sie sind noch unverstanden.

Für Oberfranken sagte er mehr Wärme und Trockenheit voraus. "Besonders das Frühjahr wird extrem trocken." Nötig wären jetzt Pflanzen, die diese Trockenheit aushalten, aber danach auch die Feuchte und Kälte. Die gibt es aber nicht. Die Folge sind Waldverlust und auch Waldbrände. Er riet zum Umstellen: weniger Fichten, mehr vielfältige Laubbäume. Aber mehr Bäumen zu pflanzen, bringt sehr wenig. Viel effektiver ist es, den Kohlendioxid-Ausstoß zu verringern.

Er schrieb seine Doktorarbeit über das Bäumesterben am Waldstein. Aber nachdem die Förster dort zweimal gekalkt hatten, erholten sich die Fichten innerhalb von 13 Jahren bestens. Das Klima war also nicht schuld.

Die Uni Bt hat mehrere Klima-Messstationen, davon die anerkannteste im Botanischen Garten. Mehr Stationen sind nötig: "Ein Kraftakt."
Gemessen wurde z. B. die frostfreie Periode des Jahres. Innerhalb von 15 Jahren stieg sie von 102 auf 130 Tage an. D. h. es wurde immer früher warm im Juni und im Herbst später kalt.

Dr. Thomas betonte weiter, wie wichtig Sonnenlicht in der Landschaft ist: "Es ist unsere einzige Energiequelle." Teert man jetzt Flächen schwarz zu, hat man keine grüne Wiese mehr, die aufnimmt und reflektiert. "Das ist das A & O."

Wesentlich ist weiter der Schutz von "atmosphärischen Flüssen" im Himmel, d. h. die Ströme des Kohlendioxids, die Photosynthese (Blattgrün macht Frischluft) müssen beachtet werden. Jeder tot gedüngte Acker stört. "Unser Ziel ist es, das Kreislaufdenken zu fördern."
Er will deshalb in Schulen gehen, und junge Leute wach machen.

"Früher brauchte eine kleine Klimaänderung 1000 Jahre. So schnell wie jetzt, in nur 200 Jahren, geschah es noch nie."
Weiter: "Wir stoßen alles ins Ungleichgewicht und lassen keine Gleichgewicht mehr zu."
Wenn man nicht in den nächsten drei Jahren handelt, kommen auf die Menschheit hohe Reparaturkosten zu.





Kontakt: Th. Knauber - E-Mail