In der namenlosen Höhle
Bei bestem Wetter kletterten fünf Jungs, Peter und ich Ende Mai in die "Höhle ohne Namen" von Steinamwasser. Die zwei älteren, Jonas und Felix, hätten gern noch den rechten Höhlenteil gesehen, trotz der schwierigen Klamm davor - aber die jüngeren Kinder waren mit ihrer kleinen Tour zufrieden, durch Lehm, Steine und Wasserspalten.
Ich erklärte ihnen anfangs, dass genau ihr Teil von den ersten Forschern als "Labyrinth" bezeichnet wurde, weshalb ich auch vorab eine Schnur spannte, damit wir wieder rauskommen.
Bekannt ist, dass der Höhlenfreak M. Dütsch 1895 hier war und Urnen sowie Steingeräte fand. R. G. Spöcker vermaß die 6500 m² ab 1930. Nach ihm ist auch eine flache Seitenhöhle benannt. Gefunden wurden Knochen von Mammut, Bär, Hirsch und Pferd.
Kaum wieder draußen, zog es die Kinder in den nahen Bach, wo ich erkannte: Sie leben in einem Idyll. Lustiges Wasserplanschen, mit einem Hund herumjodeln, alles grün und voller Sonne - sehr gut.